Was steckt hinter dieser Episode?
Viele Unternehmen investieren im Zuge der digitalen Transformation stark in Cloud‑Infrastrukturen, Strategien und neue Technologien. Dennoch verläuft der Start einer Transformation nicht immer reibungslos – häufig, weil über Jahre gewachsene, komplexe und unübersichtliche IT‑Landschaften den Überblick im Unternehmen erschweren. Doch was kann hier Abhilfe schaffen?
In dieser Folge beleuchten wir die Bedeutung von Enterprise Architecture Management (EAM) für Unternehmen in der digitalen Transformation. Gemeinsam mit Moritz Sprenger, Enterprise Architect Methods & Tools bei Airbus, und Sebastian Rösch, Unit Lead Business Process Management und Organisationsentwicklung bei Scheer IDS, diskutieren wir, wie komplexe IT‑ und Prozesslandschaften strukturiert und als „digitaler Zwilling“ abgebildet werden können.
Anhand konkreter Praxiseinblicke bei Airbus zeigen unsere Podcast-Gäste, was EAM im Kern ausmacht, welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind und inwiefern eine sinnvolle Struktur in gewachsene IT‑Landschaften gebracht werden kann. Außerdem sprechen sie darüber, was das konkret für den Unternehmensalltag bedeutet und welche zentrale Rolle Enterprise Architecture Management künftig im Zusammenspiel mit KI‑ und Datenstrategien spielen wird.
Key Takeaways auf einen Blick
Transparenz durch digitalen Zwilling: EAM ermöglicht die ganzheitliche Abbildung eines Unternehmens als digitaler Zwilling. Prozesse, Daten und IT-Systeme werden miteinander verknüpft, wodurch Zusammenhänge sichtbar werden. Das schafft eine gemeinsame Entscheidungsbasis und reduziert Missverständnisse zwischen Fachbereichen und IT. Dabei ist auch die Datenqualität von großer Bedeutung, damit die Prozesslandkarte eine wirklich korrekte Basis darstellen kann.
Durchhaltevermögen für langfristigen Nutzen: Der Aufbau eines EAM erfordert viel Zeit, saubere Daten und kontinuierliche Pflege. Der direkte Mehrwert ist oft nicht sofort sichtbar, weshalb Durchhaltevermögen und Management-Support entscheidend sind. Langfristig zahlt sich die Investition jedoch durch bessere Steuerbarkeit aus.
Change Management und Mitarbeiterorientierung sind entscheidend: EAM bedeutet nicht nur Technologie, sondern auch Veränderung der Arbeitsweise. Die entstehende Offenlegung von Optimierungsbedarfen kann Widerstände und Sorgen auslösen, etwa bei bestehenden Insellösungen und funktionierenden Prozessen. Vertrauen, Kommunikation und Einbindung der Mitarbeitenden sind daher von großer Bedeutung und zentrale Erfolgsfaktoren. Wichtig ist es hierbei, den Mehrwert von EAM verständlich für alle Fachbereiche darzulegen, um den Kulturwandel erfolgreich voranzubringen.
Schlüsselrolle für die Zukunft mit KI: Mit zunehmendem Einsatz von KI wird EAM unverzichtbar, um Struktur und Kontrolle zu behalten und sich nicht in der KI-Welt zu verlieren. Es hilft, Insellösungen zu vermeiden und KI strategisch einzusetzen. Zudem eröffnet EAM Potenziale für Automatisierung, Optimierung, große Datenanalysen und datenbasierte Entscheidungen.